1. Ihr Alter?
Ich bin 53 Jahre alt.
2. Seit wann leben Sie in Bad Hönningen?
Ich lebe seit neun Jahren in Bad Hönningen.
3. Was machen Sie beruflich?
Als selbstständiger Kaufmann verkaufe ich in meiner Firma Neuwagen an deutsche Diplomaten. Über viele Jahre habe ich mein Geschäft so aufgebaut, dass ich heute die zeitlichen Möglichkeiten habe, mich dem Ehrenamt des Stadtbürgermeisters mit voller Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei entlasten mich meine Frau und ein Mitarbeiter im Tagesgeschäft.
4. Welche politischen Ämter haben Sie aktuell bzw. hatten Sie wann inne?
Seit drei Jahren bin ich Stadtverbandsvorsitzender der CDU in Bad Hönningen und seit fünf Jahren Mitglied des Stadtrats. In den 1990er-Jahren war ich zudem zehn Jahre lang Mitglied des Stadtrats in Sinzig, meiner früheren Heimatstadt.
5. Warum kandidieren Sie als Stadtbürgermeister?
Ich kandidiere, weil ich in unserer schönen Stadt etwas bewegen und der Gemeinschaft etwas Gutes tun möchte. Ich habe großen Respekt vor dem Amt – doch dieser Respekt bestärkt mich darin, Verantwortung zu übernehmen. Ich bin überzeugt, dass ich diese Aufgabe erfüllen kann, und ich möchte sie auch mit voller Überzeugung anpacken.
6. Welche Themen wollen Sie in Bad Hönningen angehen?
Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, sondern auf den Stärken Bad Hönningens aufbauen. Für mich ist Bad Hönningen mehr als eine Wohn- und Pendlerstadt – wir haben deutlich mehr Qualitäten und Potenzial. Genau diese Qualitäten möchte ich stärker fördern: dazu zählen für mich Wirtschaftsförderung ebenso wie erneuerbare Energien, etwa die Windkraft. Außerdem würde ich gern versuchen, einen neuen „Magneten“ für Bad Hönningen zu finden, der unser touristisches Profil weiter schärft. Ein besonderes Anliegen ist mir die Stärkung des „Wir-Gefühls“, denn nur im Team und im Gefühl der Verbundenheit miteinander können wir wirklich etwas erreichen.
7. Wie würden Sie den Ist-Zustand von Bad Hönningen beschreiben?
Bad Hönningen ist reich gesegnet mit Attraktionen, um die uns andere - weniger abwechslungsreiche Städte - beneiden können: ein starkes Vereinsleben, Tourismus und Gastronomie, die Kristall Rheinpark-Therme und der Campingplatz, der Rhein und die Rheinwiesen, Schloss Arenfels, die Römerwelt und der Limes, der Wein, die Weinberge, Wander- und Fahrradwege, aber auch eine starke Industrie. Diese Schätze müssen wir pflegen, sinnvoll nutzen und weiterentwickeln.
8. Was sind die größten Herausforderungen/Probleme der Stadt und wie wollen Sie diese lösen?
Die finanzielle Situation ist die größte Herausforderung. Wir müssen zuerst unsere Einnahmeseite verbessern, eine finanzielle Stabilität schaffen, bevor wir darüber nachdenken können, in was wir investieren möchten. Wir müssen uns unsere Wünsche verdienen! Ansätze sehe ich hierbei unter anderem im neuen Ruheforst, in der Windkraft sowie in genossenschaftlichen Modellen, um wieder mehr finanziellen Spielraum für Bad Hönningen zu gewinnen.
Bad Hönningen leidet im „Zeitalter des Onlineshoppings“ am sterbenden Einzelhandel und, wie andere Städte auch, am Leerstand in unseren Innenstädten. Hier müssen wir uns auf Gewerbe und Einrichtungen fokussieren, bei denen der persönliche Besuch im Geschäft entscheidend ist – vor allem Dienstleistungsbetriebe, aber auch Gastronomie, Arztpraxen, Schulen oder Handwerksbetriebe. Ich bin froh auf den Ideenpool und die bereits in die Wege geleiteten Schritte von Rene Achten zurückgreifen zu können, um sie in den laufenden Prozess einzubinden.
9. Warum halten Sie sich für einen geeigneten Kandidaten?
Kommunalpolitik interessiert mich, seit ich 16 Jahre alt bin. Meine Begeisterung für politische Zusammenhänge ist kein Zufall: Ich habe Politikwissenschaften studiert und bin seit fast vier Jahrzehnten Mitglied der CDU. Viel Herzblut fließt tagtäglich in politische Debatten und lokales Engagement, wie z.B. die Wiederbelebung des Weihnachtsmarkts in Bad Hönningen – seit drei Jahren als Marktleiter. Meine Offenheit für Ideen und Meinungen anderer macht mich zu einem integrativen Bürgermeister, der für die Wünsche und Bedürfnisse unserer Bürgerinnen und Bürger aufgeschlossen ist.